Wann hast du dir zum letzten Mal

ein freieres Leben gewünscht?

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Wie viel deiner Nahrung

könntest du selbst anbauen?

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Würde dir das Holz aus dem eigenen Wald reichen,

um durch den Winter zu kommen?

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Und was könntest du selbst

der Natur zurückgeben?

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Auf der Suche nach Sinn

kamen wir hinter das Mehr!

„I am no longer accepting the things I cannot change.
I am changing the things I cannot accept.“
(Angela Davis)

Unsere Geschichte

An einem Abend saßen mein Freund Anton und ich in unserer Berliner Stamm-Pizzeria am Petersburger Platz und zogen ganz ungeplant Bilanz: Wir arbeiteten fast nur. Die wenige Zeit, die uns übrig blieb, konsumierten wir. Wir kauften, um uns für die Arbeit zu entschädigen. Doch das klappte nicht – und machte nur mehr Arbeit nötig. So liefen wir uns immer müder. Was wir kauften, war ebenfalls sinnlos. Sogar unsere Nahrung schadete der Welt. Die vielen Plastikverpackungen verstopften die Meere, die langen Transportwege erwärmten das Klima und obwohl wir kein Fleisch aßen, unterstützten wir die Tierindustrie, indem wir Eier kauften – die Brüder der Legehennen waren vergast oder geschreddert worden. Konnte man in unserer Zeit nicht mehr so leben, dass man mehr half als zu schaden? Wir wussten es nicht, denn wir hatten es noch nicht einmal versucht. Wir waren frustriert über uns selbst und fühlten uns ausgebrannt.

Aufbruch ins Unbekannte

Nach dem Abend in der Pizzeria hatten wir Angst, dass unser Gespräch folgenlos bleiben und wir einfach weitermachen würden wie bisher. Das zu verhindern, forderte uns allerdings jede Menge Mut ab: Am nächsten Tag kündigten wir unsere Jobs als Software-Entwickler und Redakteurin und verkauften kurz darauf unsere Wohnung. Denn eines stand fest: In Berlin würden wir es nicht schaffen, ein sinnvolleres Leben zu führen. Vielleicht konnten andere das. Wir nicht. Die Stadt gab uns so viel Input, dass wir uns selbst nicht mehr hören konnten. So würden wir nichts Produktives schaffen. Und wir waren hier auf den Konsum in Supermärkten angewiesen. Als die Wohnung verkauft war, mieteten wir ein Wohnmobil, um den Ort zu finden, an dem wir sinnvoll leben konnten.

Der Hof im Auenland

Wir haben den Ort nach langer Suche in der Bretagne gefunden: ein abgelegener 200 Jahre alter Hof mit Reetdach und 1,3 Hektar Land. Zum Land gehörte viel Wiese, um unsere Nahrung selbst anzubauen und Tieren ein gutes Zuhause zu geben, ein verwunschener Eichenwald und ein Brunnen wie aus Froschkönig. Über das Land floss ein murmelndes Bächlein. Wir waren alles andere als reich: Der Hof samt Land war günstiger als unsere Zwei-Zimmer-Wohnung in Berlin. Wir kauften ihn.

Neuanfang mit der Natur

Ohne Kenntnisse in Landwirtschaft, Landleben oder der französischen Sprache starteten wir neu. Wir begannen, unsere Nahrung selbst auf unserem Land anzubauen. Wir gaben Hühnern, die wir vom Schlachthof retteten, ein neues Zuhause – sie gaben uns Eier. Einen Teil unserer Nahrung fanden wir auch in der Natur: Kastanien, Pilze, Nüsse, … Dieses Jahr konnten wir uns während der Sommermonate komplett mit Essen selbstversorgen.

Das bedeutete: kein Plastikmüll, keine klimaschädlichen Anfahrtswege, keine Unterstützung für die Tierindustrie. Aber auch: gesunde, frische Nahrung, die so viel intensiver schmeckte! Und ein Leben, das näher an dem war, was uns am Leben erhielt: die Natur.

Freiberuflich arbeiteten wir weiterhin ein paar Stunden am Tag. Mehr war nicht nötig, weil unsere Kosten auf dem Land viel geringer waren als in der Stadt. Die restliche Zeit verbrachten wir vor allem draußen. Zum Beispiel gründeten wir ein offizielles Wildtierschutzgebiet, auf dem die Jagd verboten ist. Bei uns leben Rehe, ein Fuchs, Dachse, Eulen, Hasen, Fasane, Wildschweine, Igel, Salamander, Fledermäuse, …

Noch immer klappt nicht alles und wir machen viele Fehler. Aber wir haben das Gefühl, in eine sinnvolle Richtung zu gehen: zu einem Leben, das mehr hilft als es schadet.

Das Buch zur Geschichte

Ich habe unsere Geschichte aufgeschrieben. Damit will ich Menschen Mut machen, die auch von einem anderen Leben träumen, in dem sie nicht von Arbeit fremdbestimmt werden, enger mit ihrer Nahrung und der Natur verbunden und weniger auf Konsum angewiesen sind. Das Buch erscheint am 16. April 2019 im Rowohlt Verlag.

Erscheint am 16. April 2019!

Cover_Unser Hof in der Bretagne_high-resolution

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