Soziales Kleine Projekte für den Wildtierschutz

Das Bild zeigt einen meiner Lieblingsplätze in unserem kleinen Wäldchen. Von Mai 2018 bis November 2021 habe ich von jeder Rechnung, die mir meine Kunden bezahlt haben, einen Betrag auf ein Extrakonto zurückgelegt. Das gilt natürlich auch für die Einnahmen aus meinen Büchern. Ziel: Es sollte ein Hektar möglichst ursprünglicher Wald entstehen, ein Schutzgebiet. Hier erfahren Sie, wie es weiterging.

*** 04.12.2021: Post von ASPAS 😉 ***

Ich freue mich sehr über die nette Dankeskarte von ASPAS. Hoffentlich finden viele Wildtiere im neuen Schutzgebiet ein gutes Zuhause.

 


*** 12.11.2021: Neuigkeiten in Sachen Wald: Geld für über 1 Hektar neues Schutzgebiet ist an ASPAS überwiesen ***

Seit etwas mehr als 3 Jahren spare ich für einen Hektar Wald – oder alternativ einen Hektar Land, das zum Wald werden soll. Das ist kein großes Stück, aber es soll zumindest einen kleinen Beitrag für den Wildtierschutz leisten. Wer mag, erfährt dazu mehr im älteren Beitrag unten auf der Seite.

Seit knapp einem Jahr werde ich immer ungeduldiger. An vielen Orten merkt man deutlich die Folgen des Klimawandels, wir brauchen wieder mehr heimische Bäume und auch den Wildtieren fehlen weiterhin die Rückzugsräume. Gleichzeitig steigen die Landpreise gefühlt fast so schnell, wie ich sparen kann. Zweimal habe ich trotz meiner noch nicht gerade großen Ersparnisse zumindest ein passendes Angebot für ein kleineres Stück Land gesehen. Allerdings galt bei beiden Flächen ein Vorkaufsrecht für Landwirte (in Frankreich nicht unüblich)  – und das haben sie beide Male auch genutzt. Ich war also ein bisschen verzweifelt und habe nach Alternativen gesucht.

ASPAS kauft große, zusammenhängende Flächen und kann dadurch für die gleiche Menge Geld mehr Fläche unter Schutz stellen

Vor ca. 10 Monaten ist mir in den französischen Nachrichten ein Bericht über die Organisation ASPAS aufgefallen. Aktuell kauft ASPAS riesige zusammenhängende Flächen Land auf und weist diese als Schutzgebiete aus. Die bisher ausgewiesenen Schutzgebiete können Sie hier kennenlernen. Darin dürfen Wildtiere ungestört leben, denn so gut wie alle Formen menschlichen Eingriffs in die Natur sind verboten. ASPAS schafft damit tatsächlich wieder kleine, aber echte Stücke Wildnis mitten in Frankreich. Es gibt allerdings in kleinen Teilen der Gebiete ausgeschilderte Wege, auf denen Spaziergänger willkommen sind.

Ein Vorteil: ASPAS kauft große Flächen und bekommt sie dadurch günstiger als ich, wenn ich auf eigene Faust losziehe, um ein kleines Stück Land zu finden. Laut Angaben auf der Webseite von ASPAS, können sie schon mit 30 Euro etwa 200 Quadratmeter kaufen und schützen. ASPAS ist auch die Orga, mit der wir vor rund fünf Jahren unser kleines Stück Wald hier direkt hinterm Haus zum Wildtierschutzgebiet machen konnten. Durch die bestehende Zusammenarbeit und meine bisherigen Erfahrungen vertraue ich der Organisation. Sie ist in Frankreich außerdem als gemeinnützig anerkannt.

ASPAS kann mit 2.000 Euro voraussichtlich etwas mehr als 13.000 Quadratmeter Land kaufen und unter Schutz stellen.

So habe ich überlegt, dass es wahrscheinlich momentan mehr bringt, wenn ich Geld für den Wald an ASPAS überweise und die Orga damit sofort sogar etwas mehr als einen Hektar Land kaufen und Natur und Wildtieren überlassen kann (im Rahmen eines größeren, neu entstehenden Schutzgebiets), als wenn ich weiter spare und später, wenn das Geld irgendwann reichen sollte, selbst versuche, ein kleines einzelnes Stück zu kaufen.

Die Vorteile, wenn ich ASPAS Geld gebe und die Organisation das Land kauft und schützt:

  • Schneller zum Wald: ASPAS kann für das Geld sofort Land kaufen und schützen – beim Privatkauf hätte ich noch eine ganze Weile sparen müssen.
  • Mehr Quantität: ASPAS kann schon mit 2.000 Euro voraussichtlich etwas mehr als 13.000 Quadratmeter kaufen – beim Privatkauf hätte das bei Weitem nicht gereicht.
  • Mehr Qualität: Mit ASPAS ist das Stück Land Teil eines großen, neuen Schutzgebiets, in dem sich Wildtiere frei bewegen können – beim Privatkauf wäre es eine kleine isolierte Oase gewesen.
  • Bessere Überprüfung: ASPAS überwacht, dass die Schutzmaßnahmen eingehalten werden – ich hätte das zwar auch versucht, hätte aber natürlich nicht die Kapazitäten einer Organisation gehabt. Wer will, kann übrigens als Freiwilligenarbeiter mit anpacken.
  • Eventuell noch mehr: Weil ASPAS als gemeinnützig anerkannt ist, kann es, glaube ich, sein, dass ich bei einer Spende irgendwelche steuerlichen Vorteile habe (habe mich damit bisher ehrlich gesagt noch nicht so befasst, ist schwierig genug, Steuern auf Französisch zu machen ;-)). Sollte das so sein, würde ich das natürlich ebenfalls spenden, sodass dann noch ein bisschen was dazu käme.

Fazit: Taten statt warten 😉

Also habe ich ASPAS heute 2.000 Euro überwiesen. Laut den Angaben, die ASPAS auch auf seiner Webseite macht, müsste das für etwas mehr als 13.000 Quadratmeter Schutzgebiet reichen. Ich freue mich, dass es auf diese Weise sogar für etwas mehr als einen Hektar reicht – und werde das neue Schutzgebiet auf jeden Fall als Spaziergänger auf den ausgeschilderten Wegen besuchen, wenn es ausgewiesen ist.

Ich halte Sie gern auf dem Laufenden, wie es weitergeht (ich werde hier natürlich auch die Spendenbescheinigung zum Nachweis hochladen, wenn sie da ist) und wünsche Ihnen alles Liebe und Gute!

 


*** 1.5.2018: Warum ich mit Ihrer Hilfe einen Wald pflanzen will ***

Achten Sie auf der Autobahn einmal darauf, wie die Landschaft an Ihnen vorbeizieht: Städte, Äcker mit Monokulturen, Fichtenplantagen. Ist es nicht vollkommen irre, wie stark der Mensch die Natur verändert hat?

In Deutschland gibt es keinen einzigen natürlichen Wald mehr!

Bis vor 7.500 Jahren war ganz Mitteleuropa abgesehen von den Alpen ein einziger riesiger Laubwald. Die gewaltigen Kronen von jahrhundertealten Buchen und Eichen ragten in den Himmel. Vereinzelt gab es noch Eschen, Ahorn und Weißtannen.

Dann begannen die Menschen, den Wald zu fällen und die verbliebenen Wälder wirtschaftlich zu nutzen. Heute stehen in den Wäldern vor allem Fichten. Sie sind bei uns nicht heimisch, doch sie wachsen besonders schnell, sodass man das Holz rasch ernten kann. Mit Natur haben die Fichtenplantagen nichts zu tun. Die meisten sind Wirtschaftswälder, alle sind Kulturlandschaften. Kein einziger ursprünglicher Laubwald hat überlebt!

Die Nachteile der Wirtschaftswälder:

  • Wenn regelmäßig große Mengen an Holz aus dem Wald entnommen werden, verarmt der Boden. Denn die Nährstoffe werden entzogen, statt sie im natürlichen Kreislauf zu belassen. Die Maschinen, mit denen die Bäume abtransportiert werden, zerstören den Boden zusätzlich.
  • Die Bäume werden mit großem Abstand zueinander gepflanzt oder vereinzelt. So bekommen sie mehr Licht und wachsen schneller. Doch je schneller ein Baum wächst, desto leichter fällt er um. Nach Stürmen sind ganze Wälder kahlgeschlagen.
  • Fichten kommen aus dem Norden. Trockenheit im Sommer sind sie nicht gewöhnt. Durch die ewig durstigen Bäume trocknet der Boden bei uns aus und verarmt.
  • Die Fichten verändern das Kleinklima. In einer Hand voll natürlichem Boden leben so viele Lebewesen wie Menschen auf der Erde. In den Fichtenplantagen finden sie keine Blätter mehr als Nahrung und sterben.
  • Ohne Blätterschicht ist der Waldboden Regen, Sonne und Frost schutzlos ausgeliefert. Der Boden verarmt.

Einen Ort schaffen, den der Mensch nicht ausnutzt, aber bewundern kann

Es wäre schön, ein Stück Land zu kaufen und es der Natur zurückzugeben. Darin könnten langfristig Buchen und ein paar Eichen wieder die Vorherrschaft übernehmen. Die Bäume könnten so dicht stehen, dass junge Bäume von den alten überschattet werden, wie in den natürlichen Urwäldern. Dadurch wachsen die jungen nur langsam und werden stabiler. Stürme würden hier nicht mehr zu Kahlschlägen führen. Wenn mal ein Baum fällt, bleibt er liegen und bietet Nährstoffe für Pilze und Tiere. Wildtiere würden wieder dauerhaft ein Zuhause finden. Es müsste ein Wildtierschutzgebiet sein, in dem die Jagd durch Menschen verboten ist.

Der kleine Wald könnte zeigen, dass wir nicht alles, was um uns herum ist, auf seinen Nutzen für uns reduzieren, sondern der Natur und den Lebewesen darin auch einen Raum für sich zugestehen. Ein Nutzen für uns bliebe übrigens trotzdem: Wir könnten einen wilden, magischen Wald entdecken! Stellen Sie sich das mal vor!

Ich denke, dass wir so einen Ort schaffen können! Seit Mai 2018 lege ich von jeder Rechnung, die mir meine Kunden zahlen, einen Betrag auf ein Extrakonto zurück. Das gilt natürlich auch für die Einnahmen aus meinen Büchern. Damit werde ich ein Stück Land für den Wald kaufen.